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Was sind Wettbörsen und wie funktionieren sie?

Wettbörsen werden im Bereich der Online-Wetten immer beliebter und bieten eine Alternative zu herkömmlichen Buchmachern. Aber was sind Wettbörsen und wie funktionieren sie?

Was sind Wettbörsen?

WettboersenWettbörsen verfolgen einen anderen Ansatz als herkömmliche Buchmacher, bei denen der Buchmacher gegen den Wettenden antritt. Während Buchmacher wie Pinnacle Sports gut informierte Trader beschäftigen, die die Quoten für jeden einzelnen Wettmarkt festlegen, bieten Wettbörsen eine Plattform, auf der Benutzer einerseits die Rolle des Buchmachers übernehmen und eigene Wettquoten anbieten (dies wird als „Laying“ bezeichnet) und gleichzeitig als Wettende die Quoten anderer Börsenbenutzer akzeptieren („Backing“).

Beispiel:
  1. Spieler B glaubt, dass Dortmund nicht gegen Bayern München gewinnt, und bietet eine Quote von 4,000 für die Schwarzgelben. Er riskiert damit 3,- € für jeweils 1,- €, der gegen ihn gesetzt wird.
  2. Spieler A glaubt, dass Dortmund gegen Bayern München gewinnt, und setzt 1,- € zu einer Quote von 4,000.
  3. Die Wettbörse ordnet die beiden Wetten einander zu. Die Wette von Spieler A wird der Wette von Spieler B zugeordnet.
  4. Wenn Dortmund gewinnt, erhält Spieler A 3,- € (abzüglich Provision). Wenn Dortmund verliert, erhält Spieler B 1,- € (abzüglich Provision).
Wie gut funktionieren Wettbörsen?

Studien zufolge führt dieses Börsenmodell mit gleichrangigen Teilnehmern zu Märkten mit nahezu perfekter Effizienz, da die implizierte Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses (wie oft ein bestimmtes Ereignis zu erwarten ist) den angebotenen Quoten mit einer zu vernachlässigenden Abweichung entspricht.

Dies bedeutet, wenn man ein gleichbleibendes Wettsystem mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit verfolgt (z.B. einen Münzwurf), ist das Ergebnis langfristig ausgeglichen. Die Chance auf einen Gewinn entsteht, wenn der Vorteil von Handicaps oder Spezialwissen einbezogen wird.

Dies gilt vermutlich für entwickelte Märkte. Die Anfangsquoten sind allerdings häufig weniger effizient, da die Anzahl der Wettenden und die Liquiditätsstufe (für Wetten verfügbare Beträge) zu gering sind, als dass der Markt korrekt ausgeglichen werden könnte. Dies bedeutet, dass bei Wettbörsen die Spieler, die extrem früh wetten, bestraft (oder belohnt) werden, abhängig davon, ob sie Back- oder Lay-Wetten abgeben.

Börsenmargen für Provisionen

Wettboerse

Unabhängig von der Markteffizienz verschwindet der Vorteil der Börse bei Berücksichtigung der Provision von bis zu 5%, die Wettbörsen von Gewinnen einbehalten. Da dies nur die Gewinne betrifft, werden die Provisionen nicht in die Quoten einberechnet, was diese attraktiver erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind.

Ausgehend von einer durchschnittlichen Provision von 5% muss der durchschnittliche Wettende mindestens 55% seiner Wetten gewinnen, um langfristig profitabel zu sein. Dies bedeutet keine Konkurrenz für Wettanbieter mit geringen Provisionen wie Pinnacle Sports, wo die Provision für viele Märkte gerade einmal 2% beträgt und der Zielwert für langfristige Gewinne damit bei 52% liegt.

Quelle: PinnacleSports.com

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