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So können Sie ein Wettmodell entwickeln

Beispiel für das Entwickeln eines Wettmodells

Wettmodell_2Dieser Wettstrategie-Artikel erläutert, wie Sie ein Wettmodell entwickeln können. Er enthält Beispiele, welche die Gedankengänge in jeder Phase bildlich darstellen.

In diesem früheren Artikel haben wir erklärt, wie Sie ein Wettmodell entwickeln. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und liefern ein konkretes Beispiel dafür.

In diesem Beispiel nutzen wir einen Ansatz, der dem aktuariellen Kontrollzyklus ähnelt, einem quantitativen Modell zur Risikobewertung, das von Versicherungen genutzt wird. Er wird über die folgenden fünf Eckpunkte definiert:

  1. Definition des Problems
  2. Entwicklung der Lösung
  3. Überwachung der Ergebnisse
  4. Professionalität
  5. Externe Kräfte

Unten unterteilen wir diese Eckpunkte in weitere Schritte und erläutern jede Phase anhand eines Beispiels.

Beachten Sie, dass unser Beispielmodell sehr grundlegend ist und es sich dabei keinesfalls um eine Empfehlung handelt. Es dient lediglich dazu, dir die Vorgänge hinter den einzelnen Phasen zu zeigen.

 

1. Schritt: Ziel des Wettmodells festlegen

Unser Ziel ist es, das Ergebnis von Spielen in der englischen Premier League zu berechnen und festzustellen, ob wir die Ergebnisse präziser vorhersagen können als der Buchmacher.

 

2. Schritt: Metrik auswählen

Da es unser Ziel ist, die Ergebnisse von Spielen in der englischen Premier League zu berechnen, betrachten wir die Metrik, die die Wahrscheinlichkeit von Heimsieg, Auswärtssieg und Unentschieden berechnet.

 

3. Schritt: Daten sammeln, gruppieren und modifizieren

Wir haben uns entschieden, lediglich die Daten aus Ligaspielen zu berücksichtigen und diese nicht anzupassen.

Bei den erhobenen Daten handelt es sich um die in dieser Saison erzielten Tore und die daraus folgenden Ergebnisse.

 

4. Schritt: Form des Modells wählen

In unserem Beispiel verwenden wir zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit eines Spielergebnisses ein einfaches Modell, das die letzten drei Spiele der Mannschaft berücksichtigt.

Die Ergebnisse können mit einem einfachen Verhältnis berechnet werden. Nehmen wir an, dass die Heimmannschaft die letzten drei Spiele gewonnen hat, während die Auswärtsmannschaft einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden erzielte.

Das Verhältnis „Heimsieg:Unentschieden:Auswärtssieg“ beträgt 4:1:1, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 4:6 = 2:3 = 66,66 % für einen Heimsieg und 16,66 % (1:6) für die beiden anderen Ergebnisse.

Dies ist ein sehr grobes Modell, wir möchten uns hier jedoch auf die Schritte konzentrieren, nicht auf das eigentliche Modell. Nennen wir es das „3-Verhältnisse-Modell“.

 

5. Schritt: Annahmen einschätzen

Unserem „3-Verhältnisse-Modell“ liegt eine Reihe von Annahmen zugrunde, die alle separat getestet werden müssten:

  • Die Tordifferenz oder die Anzahl der erzielten Tore hat keine Auswirkung auf die Siegchance
  • Es gibt keinen Unterschied zwischen den Ergebnissen bei Heim- und Auswärtsspielen (wir wissen, wie hier erwähnt, dass dies nicht stimmt.)
  • Es gibt keine externen Faktoren, die sich auf die Ergebnisse auswirken, wie z. B. Pokalspiele
  • Seit den letzten drei Spielen hat sich die Mannschaftsaufstellung nicht grundlegend verändert

 

6. Schritt: Sportwettenmodell erstellen

Gehen wir davon aus, dass das Modell in Excel erstellt wurde.

 

7. Schritt: Modell testen

Wir können das „3-Verhältnisse-Modell“ mit vorliegenden Premier-League-Ergebnissen von Leicester aus dem Jahr 2014 testen. Da die Mannschaft in dieser Saison aufgestiegen war, ignorieren wir die ersten drei Spiele.

Beim Testen stoßen wir auf einige Probleme:

In einigen Fällen gibt es keine Unentschieden. Beim Auswärtsspiel in Hull hatte Leicester z. B. die vorherigen drei Begegnungen verloren, während Hull eine gewonnen und zwei verloren hatte. Sollen wir in diesem Fall davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens null beträgt? Oder müssen wir eine Anpassung vornehmen? Dies bedeutet, dass wir die Schritte 4 bis 6 überdenken müssen.

Wenn wir für die Heimmannschaft nur Heimspiele und für die Auswärtsmannschaft nur Auswärtsspiele berücksichtigt hätten, wären die Ergebnisse des Modells deutlich anders? Was passiert, wenn wir statt 3 Spielen 2, 5 oder sogar 10 Begegnungen berücksichtigen? Was wäre, wenn wir auch Pokalspiele mit einbeziehen?

Diese Ergebnisse müssten anhand verschiedener Annahmen getestet werden, damit wir wissen, wie empfindlich unsere Ergebnisse auf die jeweiligen Annahmen reagieren. Je größer die Abweichung, desto rigoroser müssen unsere Tests sein (zurück zum 5. Schritt).

 

8. Schritt: Ergebnisse überwachen

Gehen wir davon aus, dass dieses Modell präzise war. In diesem Fall muss es im Lauf der Zeit gepflegt werden. Damit kehren wir wieder zum Ausgangspunkt des Modells zurück.

Dieser Artikel liefert Ihnen Beispiele dafür, wie Sie ein Wettmodell für die Phasen des aktuariellen Kontrollzyklus entwickeln.

 

Quelle: PinnacleSports.com – Die besten Quoten im Internet

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