QR Code Business Card

Eine Untersuchung des Fibonacci-Wettsystems

Lohnt es sich, auf das Fibonacci-Wettsystem zu vertrauen?

Fibonacci-WettsystemProgressive Wettsysteme sind zwar nicht die glamouröseste Art des Wettens, aber es wird oft behauptet, dass sie zu großen Gewinnen führen können. Wir haben das Fibonacci-Wettsystem untersucht, um herauszufinden, ob dies stimmt.

Die Grundlage der Fibonacci-Strategie für Fußballwetten, die 2007 von Fragiskos Archontakis und Evan Osborne veröffentlicht wurde, ist sehr einfach: Wetten Sie auf ein Unentschieden und wenn Sie verlieren, wetten Sie auf ein weiteres. Wiederholen Sie diesen Prozess so lange, bis Sie gewinnen. Es gibt nur noch zwei zusätzliche und wichtige Regeln, die Sie befolgen müssen:

  1. Wetten Sie nur dann auf Unentschieden, wenn die Wahrscheinlichkeit über 2,618 beträgt
  2. Erhöhen Sie Ihren Wetteinsatz gemäß der Fibonacci-Folge: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21 usw.

Diese Idee basiert auf einer Theorie aus dem Jahr 1989, die davon ausgeht, dass ein Unentschieden für Buchmacher am schwierigsten vorauszusagen ist und deshalb von den Wettenden ausgenutzt werden kann. Der Gedanke dabei ist, dass jeder Gewinn Ihre vorherigen Verluste überwiegt, solange Sie Ihren Einsatz kontinuierlich erhöhen.

Die Fibonacci-Strategie in der Praxis

Wenn man die Statistiken der Premier League 2011/12 analysiert, sieht man, dass es in 380 Spielen 93 Unentschieden gegeben hat, also 24,5% aller Spiele mit einem Unentschieden endeten. Interessanterweise lag die Wettquote für ein potentielles Unentschieden in den 380 Spielen über der Grenze von 2,618, die als unterer Grenzwert von Archontakis und Osborne vorgeschlagen wurde.

Das bedeutet, dass man durchschnittlich eines von vier Spielen gewinnen würde. Also entspräche der Einsatz, mit dem man schließlich gewinnt, der vierten Fibonacci-Zahl: 5, mit einem Gesamteinsatz von jeweils 10,- € (der Einsatz, mit dem man gewinnt, addiert zu den drei vorherigen, die verloren haben: 1, 1 und 3). Wenn man berücksichtigt, dass die durchschnittliche Wettquote in der gesamten Saison 4,203 beträgt, bedeutet das, dass der durchschnittliche Gewinn 21,02 € (5,- € Einsatz multipliziert mit den Wettquoten) betragen würde, mit einem Gewinn von 11,02 € bei Subtraktion der Einsätze.

Dies entspricht bei 380 Spielen einem theoretischen Gewinn von 1.786,70 € – und das bei einem anfänglichen Einsatz von nur 1,- €.

Nachteile der Fibonacci-Strategie

Es gibt zahlreiche praktische Einschränkungen, aufgrund derer die Fibonacci-Folge eben keine perfekt funktionierende Geldpresse ist. Zum Beispiel finden viele Spiele gleichzeitig statt, was bedeutet, dass es keine Möglichkeit gibt, Ihren Einsatz auf die nächste Fibonacci-Zahl zu erhöhen, da die Spiele zur gleichen Zeit enden. Stattdessen könnte es für Wettende günstiger sein, die Fibonacci-Folge auf individuelle Teams anzuwenden.

Bei dieser Methode könnten aber lange Perioden ohne Unentschieden große Löcher in der Bilanz der Wettenden verursachen. Wenn man zum Beispiel die längste Periode in der englischen Premier League ohne Unentschieden (Manchester United 2008/09) heranzieht, so sieht man, dass die „Red Devils“ 20 Spiele lang kein Unentschieden verzeichneten, bevor es schließlich zu einem 0:0 gegen Arsenal kam.

Da die Fibonacci-Folge exponentiell ansteigt, müssten Sie als Wettender 10.946,- € auf das letzte Spiel wetten. Inklusive dieser Wette hätten Sie dann insgesamt 28.656,- € eingesetzt – ein riesiger Betrag für ein System, das normalerweise nur zu 21,02 € Gewinnen führt. Interessanterweise war die Quote für ein Unentschieden in diesem Spiel 4,10. Also hätten Sie damit 44.878,60 € erhalten, also insgesamt einen Gewinn von 16.222,60 € erzielt. Mit der Fibonacci-Methode führen die erhöhten Einsätze auch zu beeindruckenden Resultaten.

Erklärung der Fibonacci-Folge

Die Fibonacci-Folge ist eine der bekanntesten Zahlenfolgen der Mathematik, basierend auf einer einfachen Formel:

N3 = N1 + N2

Dies bedeutet, dass (nach den beiden ersten Zahlen) jede weitere Zahl in dieser Folge die Summe der beiden vorhergehenden Zahlen ist. So beginnt die Fibonacci-Folge zum Beispiel mit 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 und 21. Sehen wir uns den Anfang der Folge an:

  • N1 = 1, N2 = 1 und deshalb N3 = 2
  • N1 = 1, N2 = 2 und deshalb N3 = 3
  • N1 = 2, N2 = 3 und deshalb N3 = 5
  • N1 = 3, N2 = 5 und deshalb N3 = 8
Schlussfolgerung: Funktioniert Fibonacci tatsächlich?

So wie die Fibonacci-Folge selbst ist die Fibonacci-Wettstrategie auch am besten als mathematisches Konzept zu sehen. Wie bei allen progressiven Wettsystemen funktioniert die Idee nur dann perfekt, wenn man über ein uneingeschränktes Guthaben und keine Limits verfügt. Wenn dagegen die Einschränkungen der Realität in Betracht gezogen werden, erleidet Fibonacci das gleiche Schicksal wie alle Wettstrategien in der Wirklichkeit – das Ungewisse.

Im oben genannten Beispiel von Manchester United zum Beispiel müsste man als Wettender insgesamt 28.656 € in 21 Wetten riskiert haben, um einen Gewinn von 16.222 € zu erzielen. Wenn man allerdings bei der abschließenden Wette die erforderlichen 10.946 € nicht aufgebracht hätte, hätte man insgesamt 20.000 € verloren, ohne Möglichkeit, diese zurückzugewinnen.

Da man zu einem bestimmten Zeitpunkt stets an eine finanzielle Grenze stößt – entweder aufgrund des mangelnden Guthabens oder durch Limits der Buchmacher – kann die Fibonacci-Folge nicht in alle Ewigkeit fortgesetzt werden und ist deshalb vermutlich keine langfristig profitable Lösung.

Quelle: PinnacleSports.com – Die besten Quoten im Internet

Eine Untersuchung des Fibonacci-Wettsystems
7 Stimmen, 3.86 durchschnittliche Bewertung (77% Ergebnis)
Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.

Powered by WordPress | Designed by: Download Free WordPress Themes | Thanks to wordpress themes 2012, Themes Gallery and